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Description


Spielbeschreibung

Übersicht

Vor dem Spielbeginn ist die Wahl einer bestimmten aus 21 verfügbaren Zivilisationen notwendig. Zivilisationen unterscheiden sich durch unterschiedliche spielrelevante Aspekte, so bauen etwa manche Holz schneller ab. Außerdem ist ein zusätzlicher „Zivilisations-Baukasten“ enthalten, mit dem eigene Zivilisationen erstellt werden können. Diese Zivilisationen müssen im Spielverlauf durch 14 Epochen geführt werden, von der Vorzeit über die Weltkriege bis in die Zukunft. Jede Epoche stellt dabei ein neues Kampfgleichgewicht durch militärische Kampf-Einheiten wie Flugzeuge, Hubschrauber und später sogar Kampfroboter auf.

Zu Spielbeginn stehen nur begrenzte Ressourcen an Bürgern und Rohstoffen zur Verfügung, sowie ein „Kapitol“, in dem neue Bürger geschaffen werden können. Ressourcen sind nötig, um Gebäude und „Einheiten“ (Bürger mit einem unveränderlichen Beruf) zu finanzieren. Diese müssen in Wäldern (Holz), Minen (Eisen, Gold) oder Steinbrüchen (Stein) abgebaut werden. Nahrung kann entweder in Ressourcengebieten (z. B. Kürbisfeld), durch Jagd, durch Fischerei oder in Farmen erlangt werden. Die Menge der Einheiten, die sich insgesamt in einer Spielwelt befinden dürfen, ist auf eine im Voraus festgelegte Anzahl begrenzt. Diese Anzahl wird bei mehreren Spielern gleichmäßig aufgeteilt, kann aber im Verlauf des Spieles durch Spielereingriffe (unwesentlich) verändert werden.

Um bestimmte Einheiten erstellen zu können, müssen zuerst entsprechende Gebäude erstellt werden. Bestimmte Gebäude sind nur in bestimmten Epochen verfügbar, beispielsweise Flughäfen. Gebäude erfüllen verschieden Funktionen: Mauern und Türme dienen zur Verteidigung, Universitäten stellen als Forschungseinrichtungen Verbesserungen für bestehende Strukturen bereit, Krankenhäuser können verwundete Einheiten heilen, Fabriken bilden zusätzliche Einheiten aus, und Siedlungen dienen zur Lagerung gesammelter Rohstoffe. In zu Stadtzentren ausgebauten Siedlungen können neue Bürger hergestellt werden. Eine spezielle Gebäudeart sind sogenannte „Weltwunder“. Diese verleihen der eigenen Zivilisation einen Vorteil wie z. B. eine größere Bevölkerungsgrenze, solange das Weltwunder Bestand hat.

Zu Spielbeginn ist die Spielwelt nicht vollständig abgebildet, bis auf die Flächen im Umkreis der eigenen (oder verbündeten) Einheiten und Gebäude. Dieser Umstand macht es nötig, die Karte von einer beweglichen Einheit erkunden zu lassen („Nebel des Krieges“). Um sich gegen bevorstehende Angriffe zu wappnen, bzw. eigene Eroberungsfeldzüge zu starten, ist es möglich, eine Armee aus militärischen Einheiten aufzustellen. Diese sind bestimmten Einheitentypen zugeordnet: Infanterie, Kavallerie, Panzer, Marine, Artillerie, Luftwaffe und Cyborgs. Das Kampfsystem funktioniert nach dem Schere-Stein-Papier System: eine militärische Einheit ist im Kampf gegen andere Einheiten-Typen unterschiedlich effektiv. Besonders wichtige Einheiten sind die ab einer späteren Epoche verfügbaren „Helden“: Der Krieger und der Stratege. Der Krieger verfügt über eine enorme Kampfstärke und verleiht verbündeten Einheiten einen Kampfbonus, der Stratege besitzt die Fähigkeit, seine Soldaten zu heilen. Alle Helden können mit den Zeitaltern aufsteigen und sich zu mächtigeren Helden weiterentwickeln. So kann zum Beispiel aus dem legendären Gilgamesch, König von Uruk, der karthagische Feldherr Hannibal werden, oder aus dem akkadischen König Sargon der berühmte Makedonenkönig Alexander der Große.

Spielziel ist je nach Einstellung der Sieg über alle gegnerischen Zivilisationen oder das Errichten, beziehungsweise Verteidigen eigener Weltwunder. Mit Hilfe eines Editors können eigene Szenarien erschaffen werden. Man kann eigene Karten mit Bergen, Wäldern, Meeren und Ressourcen erstellen und eigene sowie verbündete bzw. verfeindete Einheiten und Städte auf der Karte verteilen. Außerdem ist es mit Hilfe des Triggersystems möglich, das Verhalten einzelner Einheiten zu bestimmen sowie das Wetter und die Tageszeit festzulegen. In einem Tutorial kann die Spielmechanik erschlossen werden.

Kampagnen

Neben dem Spielen einer zufälligen Karte („Scharmützel“) ist es möglich, vier verschiedene Kampagnen zu spielen. Es gibt eine Kampagne der Griechen (Steinzeit – Eisenzeit im Spiel: Bronzezeit), der Engländer (Mittelalter – Industriezeitalter), der Deutschen (1. + 2. Weltkrieg) und der Russen (modernes Zeitalter – Nanozeitalter), die in verschiedene Missionen unterteilt sind. In den Kampagnen steht zu Spielbeginn, anders als bei den Scharmützeln, bereits eine entwickelte Zivilisation zur Verfügung. Es geht in erster Linie darum, definierte Spielaufträge zu erfüllen. In jeder Mission einer Kampagne können durch bestimmte Taten so genannte Zivilisations-Punkte erlangt werden, mit denen die Einheiten des Volkes verbessert werden können.

Mit dem Kampagneneditor kann der Spieler verschiedene Szenarien zu einer eigenen Kampagne vereinen und selbst Beschreibungen der eigenen Kampagne verfassen.

Sonstiges

Die Titan-Engine wurde eigens für dieses Spiel von den Stainless Steel Studios entwickelt. Empire Earth beherbergt einen Mehrspielermodus für bis zu acht Spieler in einem LAN-Netzwerk oder online. Für Online-Spiele nutzt Empire Earth die GameSpy-Arcade-Software. Am 1. November 2008 hat Sierra die Multiplayer-Server für Empire Earth und Empire Earth: Zeitalter der Eroberungen abgeschaltet.[1]

Empire Earth: Zeitalter der Eroberungen

Empire Earth: Zeitalter der Eroberungen (EE-ZDE), im englischsprachigen Raum als Art of Conquest (EE-AoC, „Die Kunst der Eroberung“) verkauft, ist die Erweiterung von Empire Earth. Es wurde von den Stainless Steel Studios und Mad Doc Software entwickelt und im Jahr 2002 von Sierra veröffentlicht.

Das Add-on erweitert das Hauptspiel um eine zusätzliche Epoche (das „Weltraumzeitalter“), neue Gebäude und Einheiten und drei neue Kampagnen. Außerdem kommen zwei weitere Völker (Japan und Korea) und zivilisationsspezifische Fertigkeiten hinzu: Jedes Volk hat nun eine eigene Spezialfähigkeit (z. B. ist es für Deutschland möglich, gegen eine bestimmte Menge Eisen jeden eigenen Bürger zu einem Partisanen auszubilden). Des Weiteren wurden die Grafik und die KI etwas verbessert.

 


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